Ratgeber Growth Hacking – neuer Marketingtrick

von David (Kommentare: 0)

Was genau ist Growth Hacking?

Growth Hacking stammt als Marketing-Begriff aus den USA und kursiert mittlerweile auch in Deutschland. Im Jahr 2010 sprach Sean Ellis als Mitwirkender bei den Projekten Dropbox und Eventbrite erstmals von einem Growth Hacker. Demnach ist der Begriff noch relativ jung und kann zum Teil dem Onlinemarketing zugewiesen werden. Das Wort Growth steht für Wachstum, was gleichzeitig als höchstes Ziel im Growth Hacking gilt. Die gewünschten Kennzahlen und Key Performance Indikatoren (KPI) sollen also Mithilfe dieser Technik ein enormes Wachstum erleben. Hierbei geht es nicht um ein stetiges Wachstum von 2 bis 3 Prozent im Jahr, sondern um deutlich rasantere Raten von 15 Prozent im Monat und mehr. Mit Hacking ist das Denken und Analysieren gemeint. Ein Hacker umgeht die gängigen Regeln und findet neue Wege, Features in einem Produkt einzubauen. Gerade dieses Danken fernab der definierten Rahmen kann zu einem besonders starkem Wachstum beitragen. Growth Hacking beschreibt demnach eine individuelle Idee oder Lösung, die genau auf das Unternehmen und seine Kunden zugeschnitten ist und nur in diesem Bereich funktioniert. 

Vorteile mit Growth Hacking

  • enorm schnelles Wachstum
  • virale Verbreitungseffekte
  • geringer Budgeteinsatz
  • kreative Ansätze
  • starke Kundengewinnung 

Wie funktioniert Growth Hacking genau?

Growth Hacking funktioniert fernab teurer Marketingkampagnen und großer Budgets. Als Trick eignet es sich dabei am besten für Start-Ups und Existenzgründer, die nur wenig finanzielle Mittel für Marketing zur Verfügung haben. Die Technik konzentriert sich einzig und allein auf das Wachstum, um dem Unternehmen somit zum gewünschten Erfolg zu verhelfen. Eine enorme Kreativität und ausgefeilte Technik sind gefragt, um immer mehr Kunden zu gewinnen und letztlich zu binden. Ein Growth Hacker kann dabei auf fünf verschiedenen Ebenen arbeiten und ansetzen:

  • Akquise: Kunden werden auf das Produkt aufmerksam gemacht und auf die Webseite gebracht. 
  • Aktivierung: Die Besucher werden zum Nutzer und registrieren sich durch steigendes Interesse beispielsweise auf der Webseite.
  • Kundenbindung: Die Nutzer werden selbst aktiv und erkennen die Vorteile mit dem Produkt oder der Dienstleistung.
  • Monetarisierung: Kunden werden über kreative Angebote zum Kauf überredet und zahlen für Produkte oder die Nutzung.
  • Empfehlung: Bereits aktive User werden zur Empfehlung motiviert, indem sie ihrem sozialen Umfeld von dem Produkt erzählen.

Der Growth Hacker in einem Unternehmen muss allein über das Produkt die Kunden akquirieren und zum nächsten Schritt bringen. Neugier, kreative Ideen und analytisches Denken sind hier gefragt, um die Besucherzahlen zu steigern und die Verkäufe zu erhöhen. Ziel ist es, sich ausschließlich auf das Wachstum des Unternehmens zu konzentrieren und weder auf das Image oder die Bekanntheit wert zu legen. Neukunden haben somit durch ihr eigenes soziales Netzwerk bereits von dem Produkt oder der Dienstleistung gehört und wurden durch Freunde darauf aufmerksam gemacht. Dabei entsteht förmlich ein Kreislauf aus dem Interesse, dem Anwenden und Weitergeben des Produktes, der für exponentielles Wachstum im Unternehmen sorgt.

Beispiele und Ebenen für Growth Hacking

  • Prämie zur Weiterempfehlung (Paypal und Dropbox)

Das Unternehmen Paypal gewann viele Kunden allein durch die bezahlte Weiterempfehlung. Bereits registrierte Kunden bekamen hier eine Prämie von 10 Dollar, wenn Sie einen neuen Kunden warben. In kurzer Zeit zählte das Unternehmen mehrere Millionen Nutzer. Eine ähnliche Weiterempfehlung funktionierte auch bei Dropbox, indem die User mehr freien Speicherplatz erhalten konnten.

  • Blogs und Gastbeiträge (Mint.com)

Nutzer sind stets auf der Suche nach Mehrwert, Tipps und nützlichen Ratschlägen. Mit einem Blog werden schnell neue Inhalte kreiert, die zum Teilen anregen und Besucher auf die eigene Seite ziehen. Ähnlich funktioniert das Prinzip mit Gastartikeln in anderen Blogs als günstiges Marketinginstrument.

  • Bestehende Netzwerke nutzen (Facekoob, Whatsapp, AirBnB)

Viele große Internetdienste haben auf bestehende Plattformen und Netzwerke aufgebaut. Facebook greift auf E-Mail-Kontaktlisten zurück, Whatsapp auf Adressbücher und AirBnB auf die Kleinanzeigen Plattform Craiglist. Die Folgen waren eine deutlich größere Reichweite und stetig wachsende Nutzerzahlen.

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